Festtagsangebote

En Primeur 2014 - Unterwegs in Saint-Estèphe, Saint Julien und Margaux

Millésime 2014 - "Le vin qui fait sourire"

(M. René Lusseau, Kellermeister von Château Ducru Beaucaillou)

Pauillac hat es bereits gezeigt, alle Weine mit höherem Anteil von Cabernet Sauvignon sind mit Abstand besser, teilweise sogar superb bis hervorragend! Ist das auch so in Saint-Estèphe, Saint Julien und Margaux? Um die Antwort vorweg zu nehmen: Ganz klar, Ja!

Saint-Estèphe 2014

Weiter in den Norden. Und wieder stimmte es, 2014 ist ein klassisches Terroir-Jahr, die besten Böden und das beste Mikroklima brachten auch die besten Weine hervor. Dazu hat St.-Estèphe einen weiteren Vorteil. Neben der hervorragenden Reife des Cabernet-Sauvignon in 2014, brachten die Lehmböden des nördlichen St.-Estèphe fantastische Merlots hervor. Das Musterbeispiel ist Château Montrose mit seinen besten Lagen in St.-Estèphe. Welch Mineralität, welch Frische, welch schöne Frucht! Eine unendliche Länge macht den puren Trinkspaß perfekt! Hier könnte man die Verkostung abbrechen, mehr Klasse wird sicher nicht mehr erreicht…

Château Montrose: Einer der Favoriten unter den vielen sehr guten bis hervorragenden Bordeaux 2014.

Glücklicherweise ging es doch weiter, denn Cos d’Estournel überzeugte wie schon in den Jahren zuvor. Ein voller Erfolg ist ebenfalls der 2014er Château Phélan Ségur! Ein sehr voller, kräftiger Wein, der wirklich nur so vor Fülle strotzt! St. Estèphe par Excellence.

Médoc/Haut-Médoc 2014

Da wir uns nun schon soweit nördlich befanden, mussten wir unbedingt auch Château Sociando-Mallet besuchen. Der Empfang der Familie Gautreau war mehr als freundlich und so persönlich wie auf keinem der anderen Châteaux. Dazu hatten wir einmal mehr einen Médoc der Extraklasse im Glas. Doch nicht nur der Grand Vin ist äußerst imposant und animiert durch seine schöne Mineralität und der feinen Säure schon jetzt zu einem weiteren Schluck, auch der Zweitwein La Demoiselle de Sociando-Mallet hat ebenfalls positiv überrascht. Beides Weine, die man sich kistenweise in den Keller legen sollte!

Fass des Château Sociando Mallet

Kistenweise einlagern sollten Sie sich auch folgende Preis/Genusssieger aus dem Médoc / Haut-Médoc: Château Cambon La Pelouse ist ein Bordeaux für jeden Anlass! Bereits in diesem Stadium weich und rund, Frucht und Tannine harmonieren vorzüglich mit einer vibrierenden Säure. Ein großer Wein zum sehr kleinen Preis. Château La Tour-Carnet ist wie schon zuletzt ein Fels in der Brandung. Durch seine präsenten süßen Tannine, wie immer ein Kraftprotz. So auch Château Poujeaux, auch wenn die Tannine – wie so oft – etwas besser eingebunden sein könnten. Château Chasse-Spleen ist hingegen eher eleganter. Er ist fast gleichauf mit Sociando-Mallet

Saint Julien 2014

Mit Pauken und Trompeten empfing man uns auf Château Ducru-Beaucaillou. Wahrscheinlich ist sich Jean-Eugene Borie und sein Team klar, welch unglaublich guten 2014er sie abgefüllt haben. „Der Klang der 90% Cabernet Sauvignon schallte ewig“ nach. Welch herausragender, ja wirklich maskuliner, authentischer Ducru! Wohl das Non-Plus-Ultra der Appellation St.-Julien.

Château Ducru Beaucaillou

Doch da sind ja noch die drei Léoville’s. Bei der Bewertung oder besser beim Vergleich von Château Léoville Barton mit Château Léoville Poyferré entfachte in unserer Verkostergruppe eine laute Diskussion. Die einen bevorzugten Barton, der im allerersten Moment irgendwie „not charming“ wirkte, dann aber mit einer unglaublichen Frucht und einer unvergleichlichen Harmonie begeisterte. Die anderen schwärmten von der Leichtigkeit des Poyferré. Eine salzige Süße ließ ihn förmlich auf der Zunge tänzeln! Mal wieder ein Wein der Sparte: „sexy“! Bei Château Léoville Las-Cases gibt es hingegen keine Diskussion. Er schießt den Vogel ab! Ein Schmelztiegel voller Aromen, ja Schmelz ist hier das richtige bzw. wichtigste Wort! Wow, in einer Liga mit Ducru!

Cabernet Sauvignon Fans aufgepasst! Ein echter Kracher für Gaumen und Geldbeutel ist Château Gruaud Larose. Die Cassis-Frucht paart sich mit etwas Leder und Lakritze, kräftiger Körper, einfach „oldschool“! Bereits jetzt mehr als charmant ist Château Beychevelle. Noten von Kirsche, Blaubeere und feinen Gewürzen (an den Pastis in der Brasserie um die Ecke erinnernd) betören die Geschmacksnerven!

Château Gruaud Larose – fotografiert vom neuen Aussichtsturm

Margaux 2014

„Oldschool“, etwas kühl, eher schüchtern wirken auch Château Siran und Château Kirwan aus Margaux. Die am meisten südlich gelegene Appellation des linken Ufers hatte wohl die größten klimatischen Herausforderungen zu meistern. Fans der beiden Châteaux werden hier einmal mehr auf ihre Kosten kommen.

Verkostung beim Château Palmer

Kommen wir zu den besten Margaux in 2014. Château Malescot-St.-Exupery ist Eleganz pur. Seine Konsistenz so weich, fast cremig, die Überraschung des Jahres! Kein Weg vorbei führt an Château Palmer, das absolute Highlight in Margaux! Dem 200-jährigen Jubiläum des Château absolut würdig, rahmt er gemeinsam mit Pontet-Canet unsere Tour auf dem linken Ufer ein. Rahmen ist hier jedoch nicht das richtige Wort, denn betrachtet man Château Palmer als Bild, ist er eines der Kunstwerke des 2014er Jahrgangs. Seidig weich, mit extremen Extrakt und feinster Fruchtsüße verfolgte uns sein Geschmack noch am Abend im Hotelzimmer! Ganz hervorragend ist auch der Alter Ego du Château Palmer. Mit 14% (!) Petit Verdot etwas diffiziler, aber mit herausragender Klasse! Der wohl beste Zweitwein 2014!

Persönlich war es mir sehr wichtig, Château Labégorce zu verkosten. Hatte ich doch vor 10 Jahren für kurze Zeit auf dem Château gelebt. Damals war der Wein eher nobel & kühl, oft von Jahrgang zu Jahrgang unbeständig. Doch seit gut 5 Jahren merkt man an seiner Qualität die hohen Investitionen, die im Château getätigt worden. Der Geschmack ist jetzt im Grunde konträr. Schön weich und rund, mit viel Fruchtsüße und Schmelz ist er moderne Bordelaiser Weinbaukunst. Auf Château Cantenac Brown durfte ich damals bei der Ernte und im Keller helfen. Auch diese Weine verfolge ich seitdem mit großem Interesse. 2014 bleibt seiner Klasse treu. Besser als 2012!

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