Sie haben sich schon immer gefragt, wie Sie den Geschmack eines Weins beschreiben sollen? Auf dieser Seite finden Sie die häufigsten Aromen, die in Weinen zu finden sind. Von fruchtig über würzig bis hin zu erdig und rauchig gibt es viel zu entdecken. Viel Spaß!

FRUCHTIG

JOHANNISBEERE

Diese Erklärung wird häufig benutzt, um die Note von reifen, säurehaltigen und dunklen Früchten zu beschreiben, wie beispielsweise Blaubeeren. Dabei kann es sich um frische Früchte, aber auch um den Geschmack nach Konfitüre handeln.

Eine solche oft als klassisch und sehr hochwertig angesehene Geschmacksnote haben oft reife Bordeaux Weine oder Weine, mit den italienischen Trauben Nero d’Avola, Aglianico oder Primitivo.

ZITRUS

Bei Weinen mit einer reichhaltigen Säure und einer Note nach frischen Früchten, wird oft die Notiz von Zitrusfrüchten oder sauren Früchten, wie grünem Äpfel oder Birnen, genutzt.  Allerdings werden auch häufig die Begriffe „mineralisch“ und „stählern“ verwendet, da einige säurehaltige Weine auch ein scharfkantiges Mundgefühl haben können.

Oft findet man diese Säure in jungen, trockenen Weißweinen wieder, wie etwa in einem Vermentino, Verdejo, Albariño, Riesling und Sauvignon Blanc.

MARMELADE

Die Notiz marmeladig trifft auf Rotweine zu, die einen geringen Säuregehalt und einen hohen Alkoholgehalt haben, und beschreibt reife oder gekochte Früchte, bei denen die Süße ausgereifter ist, als bei frischen Früchten.

Eine solche Geschmacksnote kann das Ergebnis von einem Fehler in der Produktion sein, wobei die Trauben zu hoher Hitze oder Sonnenstrahlen ausgesetzt wurden. Die Trauben reifen zu schnell und es entsteht ein marmeladiger süßer Geschmack.

Für einige bringt diese Note einen angenehmen Komplex und konzentrierte Süße zu dem Wein, Beispiele hierfür wären ein Kalifornischer Zinfadel oder ein Shiraz aus Australien.

ERDBEERE

Das Erdbeer-Aroma in Weinen kann entweder als eine frische, angenehme Beeren-Note schmecken oder als eine zu aufdringlichen Fruchtigkeit wahrgenommen werden. In diesem Falle kann auch der Geschmack von gekochten Früchten aufkommen.

Geschmacksnoten von Erdbeere können häufig in leichten Rotweinen, wie einem Kalifornischen Zinfandel oder einem Neuseeländischen Pinot Noir auftreten. Diese Geschmacksrichtung findet man auch in Rosé Weinen wieder, wie beispielweise dem Delheim Pinotag Rosé

WÜRZIG

ZEDERNHOLZ

Zedernholz zeichnet sich durch die reichen holzigen aromatischen Qualitäten aus. Eine solche Geschmacksrichtung steht bei Weinen dafür, dass während des Produktionsprozesses Zedernholz benutzt wurde. Diese Note findet man oft in einem vollmundigen Cabernet Sauvignon aus dem Napa Valley oder dem Bordeaux. Die Geschmacksnote nach Zedernholz ist verwand mit der nach Eichenholz, hier zeigt sich das Eichenholz oft als dominierendes Aroma. Dieses bedeutet einen frischen pikanten Geschmack mit einem würzigen Charakter.

VANILLE

Das Vanillearoma ist eine der am häufigsten verwendeten Beschreibungen und gehört in die Kategorie der süßen Gewürze. Es kann in Rot- und Weißweinen wiedergefunden werden, allerdings mehr als ein Aroma als ein Geschmack. Das Vanillearoma entsteht während des Reifungsprozesses in jungen amerikanischen, weniger in französischen, Eichenholzfässern. Ein leicht geröstetes Fass kann die Aromen von Vanille besonders hervorheben.

Bekannte Beispiele wäre ein Rioja oder ein Chardonnay aus Kalifornien oder Australien.

TABAK

Das Aroma von Tabak in einem Wein ist auf den ersten Eindruck nicht gerade ansprechend. Allerdings wird diese Beschreibung im positiven Sinne genutzt, da dabei die Rede von frischem Tabak anstatt von dem Geruch nach Zigarettenrauch ist. Das Aroma von frischem Tabak wird als eine angenehme holzige Note, in Verbindung mit Ahornsirup und blumigen Noten, beschrieben.

Die Tabaknote wird eher als Aroma anstatt als ein Geschmack erläutert. Des Weiteren ist es ein Zeichen dafür, dass es sich um einen reifen Wein, der in der Flasche weitergreift ist, handelt. Tabaknoten werden häufig in Rotweinen mit einem vollen Körper wiedergefunden, wie beispielsweise einem Cabernet Sauvignon aus Kalifornien, Australien, Südafrika oder Südamerika. Aber auch in reifen Riojas und Amarone aus dem nördlichen Italien.

Bei reifen Bordeaux Weinen kann sich das Tabakaroma in einen Duft einer „Zigarrenschachtel“ entwickeln. Diese Note beschreibt den Geruch nach Zigarren in Verbindung mit Zedernholz.

KAFFEE

Die Kaffeenote ist eines der vier Aromen, an denen man am besten erkennen kann, ob der Weißwein in Eichenholzfässern gereift ist oder nicht. Die anderen Aromen sind Vanille, Kokos und Gewürznelken. Kaffeearomen entstehen während des Reifungsprozesses von jungen Weinen die direkt aus dem Fass kommen.

Der Geschmack von Kaffee kommt von dem chemikalischen Stoff Furfurylthiol, welcher ein Kaffee-Geruchsstoff ist.

GRÜNE PAPRIKA

Ein Aroma nach Grüner Paprika weist oft auf eine frische, herzhafte Note in einem Wein. Diesen Geschmack kann man in Cabernet Sauvignons aus Kalifornien oder Chile wiederfinden, wobei dieses oft eine gute Balance zu den Aromen von dunklen Früchten schafft. In Bordeaux Weinen auf der anderen Seite, ist eine Note nach grüner Paprika eher unerwünscht, da dieses oft auf unreife Trauben hinweist.

Insbesondere Sauvignon Blancs aus Neuseeland und Südafrika zeichnen sich durch Gemüsearomen, wie denen der grünen Paprika aus.

ROSE

Bei blumigen Noten in Weinen findet man oft ein süßliches Bukett und einen bitteren Geschmack wieder. Diese Note wird oft auch als Geschmack nach Rosenblätter oder Rosenwasser beschreiben.

Ein Wein kann dieses blumige Aroma durch diverse  Komponenten erhalten, die einen veilchenartigen Geruch mit sich bringen. Man findet dieses blumige Aroma oft bei Gewürztraminern, Nebbiolo Weinen oder jungen Pinot Noir Weinen aus Australien oder Neuseeland.

Weitere

KARAMELL

Wenn ein Wein ein Bukett oder Geschmack von einer Note Karamell hat, kann dies eine luxuriöse sanfte Süße und ein samtiges Mundgefühl mitbringen.

Dieser Karamell Effekt kann durch eine Austrocknung der Früchte kommen, wodurch sich das Zuckerkonzentrat in der Frucht erhöht. Diese Herstellungsart wird häufig bei Dessertweinen oder Weinen mit Trockenbeerenauslese verwendet.

Eine weitere Methode ist das Einsetzen von Eichenholz, dieses bringt ein Aroma von der Einlagerung in Eichenfässern mit sich, sowie zarte Noten von Vanille und Karamellbonbon. Diesen Geschmack kann man besonders gut in Chardonnays finden, die in amerikanischem Eichenholz gelagert werden, weniger bei der Einlagerung in französischen Eichenholfässern.

MINERALISCH

Der Begriff „mineralisch“ wird bei Rot- und Weißweinen benutzt, wobei die Beschreibung häufiger bei Weißweinen auftritt. Diese wird hauptsächlich im positiven Sinne gesehen, um den Säuregehalt oder Aromen wie Schiefer oder nasse Steine zu beschreiben.

Allerdings kann man nicht nachweisen, auf welchem chemikalischem Weg dieser mineralische Geschmack herkommt, wie beispielsweise dem Hinzufügen eines bestimmten Nähstoffes oder Mineral in den Wein oder dem Boden.

Beispiele für mineralische Weine wären die saargenhaft Weine des Weinguts Van Volxem

FLEISCH

Ein Aroma nach gegrilltem oder rohem Fleisch kann man häufig in kräftigen Rotweinen, wie einem Syrah oder Bordeaux Weinen, finden. Aromen von Wildfleisch sind ein wenig leichter im Geschmack und haben mehr einen duftenden Charakter, diese Beschreibung passt auf einem Pinot Noir, Barbaresco, Rioja oder einem Pinotage. Die Verkostungsnotiz nach Fleisch oder Wildaromen wird als positiv angesehen und tritt hauptsächlich bei reiferem Wein auf.

Diese Charakteristik kommt in einigen Fällen von den sogenannten Hefepilzen Brettanomyces, welche sich leicht an dem Equipment für die Weinherstellung setzen können. Eine kleine Menge dieses Pilzes führt zu einem Fleisch Aroma, wobei eine größere Menge Aromen von Käse, Gummi oder Schweiß hervorrufen kann.

LEDER

Ein Aroma nach Leder tritt häufig in Weinen auf, die in Eichenholz gelagert wurden. Dieser Geschmack wird von dem Winzer bei der Länge des Reifungsprozesses des Weines beeinflusst.

Diese Beschreibung wird oft in Verbindung mit den Aromen Vanille und Zedernholz oder Röstaromen benutzt, welche auch alle mit dem Gebrauch von Eichenholz während des Herstellungsprozesses in Verbindung gebracht werden. Dieses Aroma wird als angenehme Charakteristik angesehen, um den Wein als reif und sanft, aber auch als komplex und dicht, zu beschreiben.

SCHOKOLADE

Schokolade ist ein weit verbreiteter Geschmack in Rotweinen mit einem vollen Körper, die aus einem wärmeren Klima kommen, wie beispielsweise einem südfranzösischen Merlot, Montepulciano d’Abruzzo und einem Barossa Valley Shiraz. Diese Beschreibung kann in verschiedenen Formen auftreten, wie Milchschokolade, dunkle Schokolade oder auch Kakao Pulver. Letzteres wird oft in Verbindung mit reifen, süßen Tanninen gebracht, um die Textur und den Geschmack zu beschreiben. Weinfässer die stark geröstet (Flämmen des Fassinneren bei der Produktion) wurden, bringen auch einen schokoladigen Geschmack in den Wein.

BUTTRIG

Einen buttrigen Geschmack verbindet man oft mit Weißweinen, wie beispielsweise Chardonnays aus Kalifornien, Australien oder dem Burgund. Dieses Aroma kann entweder durch die Gärung oder während der Lagerung in Eichenholzfässern entstehen.

Der chemi kalische Zusatz Diecetyl, der den buttrigen Geschmack herbeiführt, gibt den Wein einen sanften, runden Charakter, welcher wiederum mit Butter in Verbindung gebracht wird.

ERDIG

Ein erdiges Aroma kann Geschmacksrichtungen von trocken, staubigen Aromen aber auch welche von feuchten Waldböden oder Gerüche von Dünger mit sich bringen. Diese Geschmacksrichtung gehört zu dem selben Profil wie nasse Wolle, Mineralien und Teer, welches alle natürliche Aromen sind.

Wenn dieses Aroma gekonnt in den Wein integriert wird, kann dies eine sehr geschmacksvolle Note bringen, insbesondere bei Rotweinen mit einem vollen Körper, wie beispielsweise italienische Sangiovese, Primitivo und Aglianico Weine.

BENZIN

Aromen nach Benzin entstehen durch die Chemikalie Trymethyl-dihydronasphthalene (TDN), welches ein natürlicher Bestandteil der Riesling Traube ist. Dieser Geschmack ist meistens in reiferen Rieslingen zu finden, da sich die Chemikalien mit der Zeit weiter ausprägen. In jüngeren Weinen wird dies oft als Fehler angesehen, bei dem die Trauben zu sehr gepresst werden.

RAUCHIG

Rauchige Noten stammen meistens aus Eichenfässern. Die Stärke dieser Note ist abhängig von dem Grad der Röstung des Eichenfasses, wie oft das Fass benutzt wurde sowie die Länge der Reifezeit. In einem neueren Fass, mit einer starken Röstung, entsteht oft ein sehr rauchiger Geschmack.

Diese rauchige Note kann aber auch durch Waldbrände entstehen, welche sich in der Nähe der Wein-Plantagen ausbreiten. Mit diesem Problem müssen sich häufig Winzer aus Kalifornien und Australien auseinandersetzen, damit vor allem die jungen Weine nicht zu rauchig schmecken.

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