Chile gilt als eines der spannendsten Weinländer der Welt – und Marcelo Papa ist einer der Menschen, die diese Erfolgsgeschichte maßgeblich mitgeschrieben haben. Als Technischer Direktor steht er seit vielen Jahren bei Viña Concha y Toro für Qualität, Herkunft und Innovationsgeist. Im exklusiven Interview gibt er Einblicke in seine Arbeit, die Vielfalt seines Heimatlandes und die Philosophie hinter den großen Marken des Hauses.
Herr Papa, Was macht Chile zu einem so einzigartigen Weinland?
»Chile ist als Weinland einfach unglaublich spannend, vor allem wegen seiner Vielfalt. Es gibt dort alles, von kühlen Küstenregionen bis hin zu warmen Tälern und Höhenlagen in den Bergen. Genau diese Unterschiede machen es möglich, ganz verschiedene Rebsorten anzubauen und eine große Bandbreite an Weinstilen zu kreieren. Dazu kommt der Einfluss des Pazifiks und der Anden, der den Weinen zusätzlich Charakter gibt. All das zusammen macht Chile zu einem wirklich besonderen Ort für hochwertige Weine.«

Welche Rolle spielt die Viña Concha y Toro für Chile und den internationalen Weinmarkt?
»Viña Concha y Toro hat maßgeblich dazu beigetragen, chilenischen Wein weltweit bekannt zu machen. Durch unsere starke internationale Präsenz und die konstant hohe Qualität haben wir es geschafft, Chile als verlässliche und angesehene Weinregion zu etablieren. Dabei stehen wir nicht nur für eines der wichtigsten Weingüter des Landes, sondern sind auch so etwas wie ein Botschafter für die Vielfalt und Qualität chilenischer Weine hier in Europa.«
Gute Überleitung: Immer mehr deutsche Weinliebhaber entdecken chilenische Weine. Was macht die Weine aus Ihrem Land für uns so spannend?
»Deutsche und europäische Weinliebhaber schätzen an chilenischen Weinen vor allem die schöne Kombination aus Fruchtigkeit, Frische und klarem Sortencharakter. Unser Klima, geprägt von warmen Tagen und kühlen Nächten, sorgt für Weine mit viel Ausdruck und einer lebendigen Art, die sich angenehm vom klassischen europäischen Stil abhebt. Genau diese Unterschiede machen es so spannend: Man entdeckt Weine, die zugänglich sind, aber trotzdem ihren ganz eigenen Charakter haben – und genau das macht den Genuss so besonders.«
Sie sind seit 1998 bei Viña Concha y Toro und sind mittlerweile Technischer Direktor. War das Ihr Traumjob?
»Das ist gar nicht so leicht zu beantworten, aber es ist auf jeden Fall eine große Ehre für mich, diese Position zu haben. Ich habe immer versucht, einfach mein Bestes zu geben, und dieser Weg hat mich Schritt für Schritt dorthin geführt, wo ich heute bin. Besonders freue ich mich über die Verantwortung und ich bin sehr dankbar für das großartige Team um mich herum. Ohne deren Einsatz und Leidenschaft wäre das alles gar nicht möglich.«

Casillero del Diablo ist eine der bekanntesten Weinmarken der Welt. Wie gelingt es Ihnen, den Ursprung der Weine einer so großen Marke zu bewahren?
»Casillero del Diablo ist eine Marke, die über viele Jahre hinweg mit viel Sorgfalt und einem klaren Anspruch aufgebaut wurde. Dabei ging es immer darum, genau die Regionen zu finden, in denen jede Rebsorte ihr volles Potenzial entfalten kann. Deshalb wurde ganz bewusst dort gepflanzt, wo Herkunft und Charakter am besten zusammenpassen. Solange wir dieses Zusammenspiel aus Terroir und Authentizität respektieren, können wir die Qualität, für die die Marke steht, nicht nur halten, sondern auch weiterentwickeln.«
Diablo ist eine Linie mit einem sehr ähnlichen Namen. Was war die Idee hinter diesem Projekt, und wie unterscheiden sich diese Weine von den Casillero-Weinen?
»Diablo wurde ganz bewusst als eigenständige, moderne Linie entwickelt – mit einem auffälligen Design und einem klar anderen Stil. Die Weine richten sich an alle, die es etwas intensiver und mutiger mögen, mit mehr Ausdruck und einem Charakter, der sich deutlich von Casillero del Diablo abhebt. Beide Linien ergänzen sich perfekt, aber Diablo zeigt sich dabei deutlich moderner, experimentierfreudiger und ein bisschen rebellischer.«
2024 wurden Sie von der Descorchados Guide als ›Winzer des Jahres‹ ausgezeichnet. Was motiviert Sie weiterhin, Wein zu machen, nach so vielen Jahren und Auszeichnungen?
»Ich habe mich wirklich sehr über diese Auszeichnung gefreut – das ist schon etwas Besonderes. Natürlich sind solche Ehrungen auch ein Ansporn, weiter mit viel Leidenschaft und Hingabe zu arbeiten. Was mich aber am meisten antreibt, ist die Chance, jedes Jahr noch ein Stück besser zu werden und immer wieder neu zu entdecken, welches unglaubliche Potenzial in Chile steckt.«

Der Rotwein Don Melchor gilt als ein südamerikanisches Wein-Ikone. Was macht diesen Cabernet Sauvignon aus der Sicht eines Winzers so besonders?
»Der Don Melchor kommt aus einem ganz besonderen Weinberg in Puente Alto – einer der besten Lagen weltweit für Cabernet Sauvignon. Dazu kommt die Erfahrung und Vision von Enrique Tirado und die präzise Arbeit seines Teams. Genau dieses Zusammenspiel aus Herkunft, Können und Leidenschaft macht den Unterschied. So entsteht ein Wein mit beeindruckender Eleganz, Tiefe und Komplexität, der heute zu Recht als echte Ikone auf der ganzen Welt gilt.«
Wenn Sie einem Kunden einen Wein aus dem Concha y Toro-Portfolio empfehlen müssten – welcher wäre es?
»Ich würde den ›The Wine‹ Cabernet Sauvignon empfehlen. Er zeigt sehr schön, wofür Viña Concha y Toro steht: ein ausdrucksstarker, harmonischer Wein mit klarer Struktur und viel Charakter. Damit ist er ein idealer Einstieg, um die Handschrift und die Qualität von Viña Concha y Toro kennenzulernen.«
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