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Jean-Michel Cazes

Jean-Michel Cazes gehört zu den größten Weinpersönlichkeiten der Welt. Das liegt zuallererst an der herausragenden Qualität seiner Weine, aber auch an der Umtriebigkeit dieses Mannes.

Auf dieser Seite geben wir Ihnen einen kleinen Einblick in Jean-Michel Cazes‘ Anspruch an gute Weine sowie in die verschiedenen Weingüter, die der Familie Cazes heute gehören. Diese werden mittlerweile unterstütz durch Jean-Charles Cazes.

Domaine de L'Ostal - Das Beste des Languedoc

Nach den großen Erfolgen in Bordeaux zog es Jean-Michel Cazes hinaus in andere Gebiete. Viele Jahre verbrachte er damit, um im mediterranen Süden Frankreichs, in der Region Languedoc, geeignete Lagen für seine Weine zu finden. Er entdeckte sie am Fuße der Montagne Noire nahe des Ortes La Livinière in der Sub-Region Minervois. Dort erwarb er 2002 zwei benachbarte Weingüter, um aus ihnen ein 150 Hektar großes Vorzeigegut zu machen: die Domaine de L’Ostal.

Durch eine Neuanlage der Weinberge samt der Anpflanzung hochqualitativer Rebsorten wie Syrah, Grenache, Mourvèdre und Carignan schöpften Jean-Michel und sein Team das volle Potenzial des Terroirs aus. Das eindrucksvolle Ergebnis ist in den Rotweinen Domaine de L’Ostal Estibals und Domaine de L’Ostal Grand Vin zu schmecken. Beide Weine sind typische Südfranzosen: harmonisch, vielschichtig, ausdrucksstark. Der Grand Vin zählt gar zu den besten Weinen des Languedoc. Er besitzt eine enorme Tiefe, eine hochelegante Struktur und große Lagerfähigkeit. Noch dazu ist er äußerst preiswert. Zusammen mit seinem »kleinen Bruder«, dem Estibals, ist er unser Wein des Jahres 2022!

Chateau Lynch Bages - Das Flaggschiff aus Pauillac

Den Grundstein für die Weingeschichte der Cazes legte Jean-Charles Cazes, Großvater von Jean-Michel. Nachdem er als Bäcker begonnen hatte, erwarb er 1938 das Château Lynch-Bages, schon damals ein angesehenes Cru Classé-Weingut in Pauillac. Jean-Charles hatte das Gut zuvor gepachtet und sich einen exzellenten Ruf als Winzer erarbeitet. Nun machte er sich daran, die Weine von Château Lynch-Bages auf der Qualitätsskala immer weiter nach oben zu treiben.

Ab den 1960er Jahren leitete Jean-Charles jüngster Sohn André das Weingut. Er investierte und erweiterte den Betrieb so lange, bis sein Sohn Jean-Michel nach seinem Studium 1973 nach Pauillac zurückkehrte und die Leitung übernahm. Entschieden verfolgte auch der Enkel den Qualitätsansatz von Vater und Großvater. Ein kraftvoller Pauillac mit einer satten Frucht, sanften Struktur und spürbaren Tanninen als Rückgrat ist zum Markenzeichen der Cazes-Familie geworden. Heute gehört Château Lynch-Bages zu den besten Bordeaux-Weinen überhaupt und das, obwohl das Weingut bei der Klassifikation von 1855 »nur« als Cinquième Cru Classé eingestuft wurde.

Domaine des Sénéchaux - Glanzvoller Châteauneuf-du-Pape

Die Cazes-Familie war auf den Geschmack gekommen: Auch außerhalb von Bordeaux ließen sich herausragende Weine erzeugen. Nach dem Erwerb der Domaine de L’Ostal wagte man 2006 schließlich den Schritt ins südliche Rhônetal. Und zwar in die prestigeträchtigste Appellation Châteauneuf-du-Pape. Auf der altehrwürdigen Domaine des Sénéchaux bereiten die Cazes zusammen mit Bernard Tranchecoste seither Weine, die den Charakter der Region präzise widerspiegeln.

Die Domaine des Sénéchaux gehört zu den ältesten Weingütern in Châteauneuf-du-Pape. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert, also aus einer Zeit, in der der Papst in Avignon ansässig war. Familie Cazes hat das Anwesen behutsam modernisiert und zu neuem Glanz verholfen. Die große Geschichte inspiriert auch den Rotwein. Dieser ist von majestätischer Eleganz. Die Trauben Syrah, Grenache und Mourvèdre verleihen ihm einen einzigartig feinen Geschmack, den Sie unbedingt probieren sollten!

Château Ormes de Pez – Ein Spitzenwein aus Saint-Estèphe

Ohne Frage ist Château Lynch-Bages das Flaggschiff der Cazes-Familie. Doch neben dem Cru Classé-Weingut besitzt diese mit Château Ormes de Pez noch ein weiteres Top-Weingut im Médoc, genauer in Saint-Estèphe. 1939 kaufte Jean-Charles Cazes das Anwesen von seiner Schwester Marie. Sein Name geht auf prächtige Ulmen (frz. »ormes«) zurück, die einst das Gelände zierten. »Pez« wiederum bedeutet im regionalen Dialekt »Frieden«. Denn nach der Französischen Revolution hieß das Weingut lange Zeit »Haus des Friedens«.

Mit seiner eleganten, harmonisch-würzigen Art zeigt der Wein von Château Ormes de Pez die große Klasse des Terroirs im Norden von Saint-Estèphe – auch ohne Grand Cru-Status.