Über 330 Jahre Weinerfahrung

30 Tage Rückgabe bei Nichtgefallen

Nur 1,89 € Versandkosten

Riesling: Weine der Rebsorte
Riesling ist eine der traditionsreichsten deutschen Rebsorten und begeistert seit Jahrhunderten Liebhaber auf der ganzen Welt. Kein Wunder, denn die Traube spiegelt das Terroir des Anbaugebiets wider wie keine andere. Die Weine bieten eine bemerkenswerte Vielfalt, sodass Sie Riesling in trocken, halbtrocken, edelsüß und sogar als prickelnden Schaumwein genießen können. Ob klassischer Rheingauer, mineralischer Moselwein oder fruchtiger Pfälzer – bei Ludwig von Kapff finden Sie genau das, was Ihr Riesling-Herz begehrt.
category banner
Filter
Seite 6 von 7

Die verschiedenen Riesling-Stile

Riesling ist ein wahrer Alleskönner. Er ist in sämtlichen Geschmacksrichtungen von trocken und halbtrocken bis hin zu edelsüß  in allen Varianten anzutreffen. Seine Vielseitigkeit macht ihn zum perfekten Begleiter für jeden Anlass – und zwar auch im Schaumwein-Segment: Denn bei festlichen Gelegenheiten verführt ein feinperlender Riesling-Sekt die Sinne.

Beim Riesling handelt es sich trotz seines Facettenreichtums übrigens ausschließlich um eine Weißweinrebe. Ein weitverbreiteter Irrtum ist die Annahme, dass es Riesling auch als Rotwein gibt. Das liegt zum einen an Rotweinen aus der ähnlich klingenden Sorte Schwarzriesling (auch Pinot Meunier genannt), die jedoch nicht mit dem Riesling verwandt ist. Zum anderen gibt es tatsächlich eine Variante des Rieslings mit rötlicher Beerenhaut. Dieser Rote Riesling ist eine Mutation des Weißen Rieslings, kommt allerdings nur selten vor und ergibt ebenfalls Weißweine. Im Folgenden geben wir einen Überblick über die zahlreichen Stile des Rieslings. Lassen Sie sich von der Wandelbarkeit dieser Rebsorte überraschen:

Trockener Riesling und seine Varianten

Bekannt für seine straffe Säure und klaren Fruchtaromen, steht der trockene Riesling für pure Eleganz und Raffinesse. Ein Rheingau-Riesling, zum Beispiel vom Weingut Robert Weil, zeichnet sich durch eine kräftige Struktur und mineralische Noten aus, die den Schieferböden der Region zu verdanken sind. Im Gegensatz dazu bietet der Mosel-Riesling eine feinere Säure und filigrane Fruchtaromen, begleitet von einer subtilen Mineralität, die dem milden Klima der Mosel zu verdanken ist.

Weiter südlich bringt Riesling aus der Pfalz durch höhere Temperaturen und fruchtbare Böden eine besondere Fülle mit. Und auch Riesling von der Nahe punktet mit einer harmonischen Balance zwischen Frucht und Mineralität, die durch die Vielfalt der Böden – von Vulkangestein über Schiefer bis zu Quarzit – ermöglicht wird. Diese geologischen Unterschiede tragen dazu bei, dass trockener Riesling in jeder Region seine ganz eigenen, faszinierenden Charakteristika entwickelt.

Kabinett und Spätlese

Der Name »Kabinett« stammt aus der Tradition der Klöster, wo die besten Weine in einem speziellen Cabinet aufbewahrt wurden. Heute bezeichnet das Kabinett die erste Stufe der Prädikatsweine und steht für Weine, die aus vollreifen, aber nicht überreifen Trauben hergestellt werden. Kabinett-Rieslinge sind oft halbtrocken bis trocken und bezaubern mit einer erfrischenden Säure, die durch eine dezente Süße perfekt ausbalanciert wird. Sie sind der ideale Begleiter für einen heißen Sommertag und bestechen durch ihre lebendigen Aromen von grünen Äpfeln, Zitrusfrüchten und Anklängen von Pfirsichen.

Spätlese-Rieslinge sind das Ergebnis einer späten Weinlese, bei der die Trauben erst gegen Ende der Reifephase geerntet werden. So haben die Trauben länger Zeit, um Zucker und Aromen zu entwickeln, was dem Riesling einen vollen Körper und eine höhere Geschmacksintensität verleiht. Spätlesen entfalten Noten von Pfirsich, Aprikose und Blüten und bieten ein saftiges Wechselspiel von erfrischender Säure und fruchtiger Süße, das für diese Weine charakteristisch ist.

Halbtrockener bis edelsüßer Riesling

Feinherber Riesling – oder auch halbtrockener Riesling – ist ein Genuss für alle, die eine feine Restsüße im Wein schätzen. Interessant: Obwohl die Begriffe »feinherb« und »halbtrocken« häufig synonym verwendet werden, gibt es kleine Unterschiede. »Feinherb« liegt meist näher an trocken und bietet lediglich eine dezente Süße, die die Fruchtaromen betont. Feinherber Riesling ist daher ideal für jene Momente, in denen Sie die frischen, knackigen Noten von grünem Apfel und Zitrusfrüchten genießen möchten, ohne dass die Süße zu dominant wird. Halbtrockener Riesling hingegen ist meistens ein wenig süßer.

Wenn es um edelsüße Rieslinge geht, sind Beerenauslese, Trockenbeerenauslese und Eiswein wahre Meisterwerke der Weinherstellung. Hier tummeln sich rare, welweit geschätzte Spezialitäten, die mit größter Mühe erzeugt werden und davon im Geschmack kein bisschen erahnen lassen.

Beeren- und Trockenbeerenauslesen werden aus überreifen bzw. edelfaulen Beeren hergestellt, die von Hand gelesen werden – eine echte Schweißarbeit. Die Beeren sind vollgepackt mit Zucker und intensiven Aromen. Der Wein, der daraus entsteht, ist wie ein flüssiger Traum aus Honig, getrockneten Früchten wie Feigen und Datteln sowie zarten Blumen. Trotz der intensiven Süße bleibt auch dieser Wein durch seine Säure wunderbar ausgewogen.

Ein weiterer Höhepunkt ist der Eiswein. Er entsteht aus Trauben, die bei frostigen Temperaturen (mindestens -7°C) geerntet werden. Durch die gefrorenen Trauben am Weinstock und dem Abpressen der Eiskristalle konzentrieren sich die Aromen und der Zucker. Das Ergebnis: ein unglaublich süßer und aromatischer Wein, der die Essenz von Aprikose und Pfirsich in jedem Tropfen einfängt. Die knackige Säure sorgt dafür, dass der Eiswein trotz seiner Süße herrlich erfrischend und lebendig bleibt.

Von Holzfässern und Petrol: Besonderheiten beim Riesling

Manche Winzer lassen ihren Riesling in Holzfässern reifen, auch wenn die Fassreifung nicht die erste Wahl für diese Rebsorte ist. Im Holzfass erhält der Wein zusätzliche Aromen von Vanille, Gewürzen und Röstaromen.

Eine weitere Besonderheit betrifft vor allem Riesling von der Südhalbkugel – etwa aus Südafrika oder Australien. Diese kommen gelegentlich mit einer ausgeprägten Petrolnote daher, die nicht allen Weinfreunden zusagt. Grund für den Geruch ist der Duftstoff 1,1,6-Trimethyl-1,2-dihydronaphthalin (TDN). Dieser entsteht, wenn die natürlichen Farbstoffe in den Trauben abgebaut werden. Bei höherer UV-Strahlung werden mehr dieser Farbstoffe gebildet. Auch während der Reifung intensiviert sich die Petrolnote. Sie trägt bis zu einem gewissen Grad zur aromatischen Komplexität des Rieslings bei. So können Sie bei besonders hochwertigen Rieslingen nach 10 bis 20 Jahren Reifung ein herausragendes Aromenspiel erleben. 

Winzer Andreas Diehl prüft seinen in Holzfässern gereiften Riesling.

Riesling: Anbaugebiete und Winzer

Riesling ist das Aushängeschild des deutschen Weins. Die Rebsorte gedeiht zwar in Anbaugebieten auf der ganzen Welt, doch Deutschland ist mit rund 23.800 Hektar Rebfläche und einem Anteil von 40 Prozent aller Rieslingreben weltweit der unangefochtene König dieses Weißweins. Besonders in der Pfalz, an der Mosel, im Rheingau, in Rheinhessen und an der Nahe nutzen Winzer die idealen Bedingungen für den Anbau der Rebe. Charakteristisch für deutschen Riesling ist der Einfluss von Schieferböden – insbesondere an der Mosel, im Rheingau und an der Nahe. Auch die Pfalz und Rheinhessen weisen Schieferböden auf, jedoch sind diese nicht so dominant wie an der Mosel. Je nach Region erhält der Riesling seinen eigenen, unverwechselbaren Charakter. Eine kleine Orientierungshilfe:

 

  • Pfalz: In der Pfalz produziert das Weingut Diehl ausgewogene und fruchtige Rieslinge, die die Fülle und Wärme der Region widerspiegeln. Das Anbaugebiet ist bekannt für seine vollmundigen Rieslinge, die oft Noten von reifem Pfirsich und Aprikose mitbringen. Auf rund 6.000 Hektar beläuft sich hier die Riesling-Anbaufläche.
  • Mosel: An den steilen Hängen der Mosel gedeihen Rieslinge von herausragender Eleganz und Mineralität. Die Weine vom Weingut Dr. Loosen oder vom Weingut Markus Molitor entführen Sie dabei auf eine Reise durch die steinigen Terrassen des ältesten Weinbaugebiets Deutschlands – mit einer Anbaufläche von etwa 5.400 Hektar.
  • Rheingau: Das Weingut Robert Weil ist im Rheingau beheimatet und bekannt für seine außergewöhnlich feinen und langlebigen Rieslinge. Die Weine dieser Region zeichnen sich durch ihre elegante Struktur und ihre fruchtbetonten Aromen aus.
  • Rheinhessen: Rheinhessen ist das größte Anbaugebiet Deutschlands und bietet eine entsprechend breite Palette von Riesling-Stilen. Von frischen Weinen bis zu kraftvollen und mineralischen Tropfen finden Sie hier alles, was der Gaumen begehrt. Die Region ist bekannt für ihre innovative Winzerszene, die ständig neue Wege findet, den Riesling zu interpretieren.
  • Nahe: Die Region Nahe ist bekannt für ihre vielseitigen Böden, die eine große Diversität von Riesling-Aromen hervorbringen – von fruchtig und blumig bis hin zu tief mineralisch. Die Weine von der Nahe sind oft sehr elegant und komplex, mit einer feinen Balance zwischen Säure und Frucht.
  • International: Ob als Rajnai Rizling, Rajinski Rizling oder Riesling Renano – der berühmte Rheinriesling hat sich auf der ganzen Welt einen Namen gemacht und längst die Grenzen Deutschlands überschritten. Heute ist er in vielen Ländern weltweit zu Hause. In Frankreich, insbesondere im Elsass, entstehen ausdrucksstarke Rieslinge mit einer charakteristischen Mineralität. Österreichische Rieslinge aus der Wachau oder dem Kremstal zeichnen sich durch ihre präzise Frucht und lebendige Säure aus. Und auch in den USA, Australien und Neuseeland gedeihen Rieslinge, die mit einer hervorragenden Qualität überraschen.


Was isst man zu einem Riesling?

Riesling ist ein wahres Chamäleon unter den Weinen: Die Rebsorte eignet sich wunderbar als Begleiter zu einer breiten Palette von Speisen. So sind trockene Rieslinge etwa die perfekten Partner für Meeresfrüchte wie Austern, Garnelen oder gegrillten Fisch. Die Säure des Weins schneidet durch die Fettigkeit des Fisches und hebt dessen Meeresaromen hervor. Auch leichte Salate – besonders solche mit Ziegenkäse, Walnüssen und Birnenscheiben – profitieren von der Frische des Weins. Ebenso harmonieren asiatische Gerichte mit leichter Schärfe traumhaft mit der Klarheit und Struktur des trockenen Rieslings, der die würzigen Aromen dieser Speisen balanciert.

Ein halbtrockener Riesling hingegen ist besonders geeignet für Gerichte wie saftiges Schweinefilet oder Schweinebauch mit knuspriger Kruste. Auch Geflügel wie Pute oder Entenbrust lassen sich durch den halbtrockenen Riesling vorzüglich abrunden. Ein Thai-Curry oder würzige Sichuan-Gerichte werden durch die süßliche Note des Weins abgemildert und ins Gleichgewicht gebracht.

Edelsüße Rieslinge wie Eiswein oder Trockenbeerenauslese sind ideal für den Abschluss eines Menüs. Diese üppigen Weine weisen eine vergleichsweise hohe Restsüße auf und passen damit besonders gut zu Desserts wie Apfelstrudel, Panna Cotta oder einem reichhaltigem Schokoladenmousse. Die üppige Süße des Weins ergänzt die Aromen dieser Nachspeisen wunderbar. Im Kontrast finden aber auch kräftige, würzige Käsesorten wie Blauschimmelkäse in Riesling-Auslesen perfekte Gegenspieler, die die salzigen und intensiven Aromen des Käses ausgleichen.


Riesling bei Ludwig von Kapff kaufen

Die Welt der Rieslinge ist erstaunlich vielfältig. Bevor Sie also einen Wein kaufen, sollten Sie unbedingt einen genauen Blick auf das Etikett werfen. Dieses gibt Ihnen wertvolle Hinweise zu Stil und Süße. Auch das Anbaugebiet ist wichtig, da die Rebsorte in Regionen wie Rheingau, Mosel oder Pfalz einzigartige Geschmacksprofile ausbildet.

Bei Ludwig von Kapff können Sie sich von einer umfangreichen Auswahl an Rieslingen aus den besten Anbaugebieten Deutschlands und der Welt inspirieren lassen. Durch günstige Versandkosten von nur 1,89 € können Sie sich zudem bequem durch unser Sortiment probieren und Ihren neuen Lieblingsriesling entdecken. Mit über 330 Jahren Erfahrung im Weinhandel garantieren wir, dass jeder unserer Weine sorgfältig ausgewählt und von höchster Qualität ist. Ob Sie einen klassisch trockenen Riesling aus dem Rheingau, einen feinherben Riesling von der Mosel oder einen luxuriösen Eiswein suchen – bei uns finden Sie genau den Riesling, der Ihren Geschmack trifft.

Tipp: Der renommierte »Wine & Spirit Education Trust« hebt die Jahrgänge 2019 und 2023 als besonders hochwertige Rieslinge hervor. Überzeugen Sie sich selbst – im Sortiment von Ludwig von Kapff.


FAQ: Häufige Fragen zur Rebsorte Riesling

Welcher Riesling-Jahrgang ist der beste?

In Deutschland gelten z. B. 2019 und 2023 als herausragende Jahrgänge für Riesling. Generell hängt der »beste« Riesling-Jahrgang stark von der Region, den Wetterbedingungen und persönlichen Vorlieben ab.

Welcher ist der beste Riesling?

Markus Molitor, Künstler und Van Volxem gehören zu den besten Rieslingen. Der »beste« Riesling hängt jedoch vom gewünschten Stil und Ihrem persönlichen Geschmack ab.

Ist Riesling hochwertig?

Ja, Riesling zählt zu den hochwertigsten Weißweinsorten der Welt. Gründe hierfür sind seine Vielseitigkeit, die Ausdruckskraft des Terroirs und die Fähigkeit zur Reifung – letztere vor allem bei Premium-Rieslingen.

Kann man Riesling von 2015 noch trinken?

Ja, ein Riesling von 2015 kann auch heute (im Jahr 2025) eine hervorragender Trinkreife aufweisen – je nach Lagerung und Stil. Besonders Qualitätsweine und Spätlesen entfalten nach einigen Jahren zusätzliche Tiefe und Komplexität.

Kann man einen 20 Jahre alten Riesling noch trinken?

Ja, besonders hochwertige und gut gelagerte Rieslinge können auch nach 20 Jahren noch ein beeindruckendes Geschmackserlebnis bieten. Mit der Reife entwickeln sich ansprechende Honig-, Petrol- und Nussnoten, während die Säure für Frische sorgt.