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Fruchtbetonte Weine

Wenn die Fruchtaromen Duft und Geschmack dominieren, dann ist der Wein fruchtbetont. Häufig trifft dies auf junge Weine zu, deren Abfüllung erst ein bis zwei Jahre zurückliegt. Aber auch bei Weinen, die im Edelstahltank reiften und keinen oder nur wenig Holzkontakt hatten, sind fruchtige Aromen dominant.

Bei fruchtbetonten Rotweinen stehen dann Noten von dunklen Beeren, Kirschen und Pflaumen im Vordergrund, während Roséweine zu Noten von roten Beeren, Wassermelone und Pfirsich tendieren. Weißweine hingegen sind oft zitrusfruchtig, exotisch oder sie erinnern an helle Steinfrüchte. Mit der Reife kommen oft zusätzliche Aromen hinzu und die Fruchtfülle nimmt ab...

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Was ist ein fruchtiger Wein?

Unter einem fruchtigen oder fruchtbetonten Wein versteht man ein Gewächs, bei dem die fruchtigen Aromen im Vordergrund stehen. Und zwar ganz unabhängig von der Weinfarbe. Ein Weißwein kann also ebenso fruchtig sein wie ein Rotwein oder ein Rosé. Fruchtaromen gehören übrigens zu den sogenannten Primäraromen. Sie zeigen sich vor allem bei jungen Weinen besonders stark.

Welche Trauben kommen in einen fruchtbetonten Wein?

Generell eignen sich fast alle Rebsorten dieser Welt für fruchtige Weine. Für Weißweine nehmen Winzer am liebsten sogenannte Bukettsorten. Also weiße Trauben, die besonders viel Geschmack ausbilden. Dazu gehören unter anderem Riesling, Sauvignon Blanc, Scheurebe oder auch Gewürztraminer. Auch aus Grauburgunder lässt sich ein schöner fruchtbetonter Wein machen. Für Rotwein empfehlen sich Rebsorten, die eine nicht allzu dicke Schale haben. Denn in ihnen stecken nicht nur die Aromen, sondern auch die Gerbstoffe. Ideal sind hier zum Beispiel Spätburgunder oder Portugieser. Auch aus Primitivo oder Gamay lassen sich herrlich fruchtige Weine machen.

Wie wird ein fruchtiger Wein gemacht?

Damit die Frucht bei einem Wein konsequent im Vordergrund steht, kann ein Winzer unterschiedliche Verfahren anwenden. Egal, ob Weiß- oder Rotwein: Für einen fruchtbetonten Wein werden die Trauben gerne entrappt, damit die Gerbstoffe aus den Stielen und Stängeln nicht in den Wein gelangen. Der Most wird in der Regel bei niedrigen Temperaturen vergoren, um die Fruchtigkeit hervorzuheben. Und damit diese dann so reintönig in einem fruchtigen Wein zu schmecken ist, findet der Ausbau im Edelstahltank statt. Denn ein Ausbau im Holzfass hätte Einfluss auf den fruchtigen Weingeschmack.

Eine andere Methode, um fruchtige Weine zu machen, ist die sogenannte Kohlensäuremaischung, die in Fachkreisen auch »macération carbonique« heißt. Hier werden die ganzen und ungepressten Trauben in einen Gärbehälter gegeben, der dann mit Kohlenstoffdioxid aufgefüllt wird. Damit verdrängt man den Sauerstoff in den Zwischenräumen. Die Gärung beginnt dann in jeder einzelnen Weinbeere. Sobald sich ein Alkoholgehalt von 2,5 Volumenprozent gebildet hat, platzen die Beeren auf und die weitere Gärung geht ganz normal vonstatten. Durch diesen Prozess kann die Fruchtigkeit in einem Wein ganz natürlich und schonend zusätzlich betont werden.

Ist ein fruchtiger Wein immer süß?

Ein fruchtbetonter Wein kann süß sein – muss er aber nicht. Tatsächlich sind die meisten fruchtigen Weine sogar trocken ausgebaut! Wobei es aber auch viele halbtrockene fruchtige Weine gibt. Diese sind dann besonders süffig. Ein fruchtbetonter Wein hat generell nichts mit einem fruchtsüßen Wein zu tun. Der Unterschied besteht hier tatsächlich im Restzuckergehalt. Dieser ist bei fruchtsüßen Weinen prinzipiell immer höher als bei fruchtigen Weinen. Ein fruchtbetonter Wein hat in der Regel zudem weniger Säure als ein fruchtsüßer Wein.

Wie schmeckt ein fruchtbetonter Wein?

Bei einem fruchtigen Wein stehen die typischen Aromen einer Rebsorte im Vordergrund. Bei einem Grauburgunder können das zum Beispiel Birne, Quitte und gelber Apfel sein. Bei einem Spätburgunder Erdbeeren und Kirschen. Oder bei einem Sauvignon Blanc exotische Früchte wie Passionsfrucht, Mango und Ananas. Wenn ein fruchtiger Wein eine gewisse Restsüße hat, können die wahrnehmbaren Früchte schon einmal einen marmeladigen Eindruck machen. Sie erinnern aber nicht an getrocknetes oder kandiertes Obst, sondern immer an die Frucht an sich.

Kann man einen fruchtigen Wein lagern?

Einen fruchtigen Wein sollte man am besten jung genießen. Zum einen sind die meisten fruchtbetonten Weinen speziell für einen frühen Genuss gemacht worden. Zum anderen haben sie oft weniger Säure. Genau diese ist für eine längere Reifung durchaus wichtig. Mit zunehmendem Alter wandeln sich die lebendigen Fruchtaromen in Anklänge von gedörrtem oder kandiertem Obst um. Damit verliert ein fruchtiger Wein seinen ursprünglichen Charakter und sollte deswegen lieber jung getrunken werden.

Zu welchem Essen passt fruchtbetonter Wein?

Fruchtige Weine haben einen herrlich unkomplizierten Charakter. Ein Gläschen zum Feierabend auf dem Sofa oder am Wochenende auf der Terrasse – und das Leben ist einfach gut. Sie eignen sich aber auch super zu süß-sauren Gerichten der asiatischen Küche oder zu einem feurigen Curry. Auch Salate mit einer klassischen Vinaigrette lassen sich mit einem fruchtbetonten Wein sehr gut begleiten.

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