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Chianti Classico

Mit einem Chianti Classico bekommt man den vollen Geschmack Italiens ins Glas. Der Wein ist Kult – ebenso wie die Region. Aber welche Rebsorten sind eigentlich in einem Chianti Classico drin? Was macht die Region so besonders? Und was hat es mit dem legendären schwarzen Hahn auf sich, der jede Flasche ziert? Entdecken Sie hier alle Infos und kaufen Sie Chianti-Classico-Weine bei Ludwig von Kapff.

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Ist Chianti Classico ein Wein oder eine Region?

Tatsächlich ist das Chianti Classico beides! Zum einen ist es ein Anbaugebiet in der Toskana. Und zwar eines, mit einer geschützten Ursprungsbezeichnung. Deswegen heißt zum anderen auch der Rotwein Chianti Classico. So die Kurzform. Gehen wir mal ein wenig in die Tiefe.

In der Tat nahm der Qualitätsweinbau in der Toskana im Chianti-Classico-Gebiet seinen Anfang. Denn 1716 definierte Großherzog Cosimo III. die offiziellen Grenzen des Anbaugebiets. Und das war damit dann nicht nur die erste offizielle Weinregion in Italien, sondern in ganz Europa! Damals ersteckte sich das Chianti Classico zwischen Florenz und Siena über die Dörfer Radda, Gaiole und Castellina. Irgendwann kam dann auch noch die Gemeinde Greve dazu. An diesen Grenzen für das Chianti Classico hat sich bis heute nichts geändert.

Ist Chianti und Chianti Classico das Gleiche?

Nein, da gibt es Unterschiede. Auch hierfür müssen wir kurz in der Geschichte zurückreisen. Ursprünglich hieß das Chianti-Classico-Gebiet nämlich einfach nur Chianti. Im Jahr 1872 kreierte Baron Bettino Ricasoli sozusagen das Original-Rezept für einen Rotwein aus dieser Region: 70 Prozent Sangiovese, 20 Prozent Canaiolo und 10 Prozent Malvasia. Der Wein kam so gut an, dass schnell viele Winzer aus dem Chianti dieses Rezept übernahmen. Es war die offizielle Geburtsstunde des Chianti-Weins.

Das Problem: Viele Winzer aus den umliegenden Dörfern nutzen dieses Rezept auch und nannten ihre Weine kurzerhand ebenso Chianti, um auf der Erfolgswelle mitzuschwimmen. Die Winzer aus der Originalregion ließen sich das natürlich nicht gefallen und kämpften dafür, dass die Herkunft ihrer Weine geschützt wird. Doch die Regierung machte den Unmut 1932 noch größer. Denn statt das Gebiet zu schützen, wurde es kurzerhand erweitert!

Der ursprüngliche Bereich bekam den Namenszusatz Classico, wurde aber in das neue Chianti-Gebiet als Subregion einfach eingegliedert. Und dann bekamen beide auch noch den DOCG-Status (geschützte und garantierte Ursprungsbezeichnung)! Erst 1996 gliederte man das Chianti Classico aus, sodass es seitdem ein komplett eigenständiges Weinanbaugebiet in der Toskana ist.

Welche Rebsorten sind in einem Chianti Classico?

Inzwischen ist vor allem eine rote Rebsorte der große Star in einem Chianti Classico. Nämlich Sangiovese. Diese Traube muss zu mindestens 80 Prozent enthalten sein. Die anderen 20 Prozent dürfen sich aus den anderen über 40 zugelassenen Rebsorten zusammensetzen. Doch diese Regelung gilt tatsächlich erst seit 2006. Vorher durfte sogar ein kleiner Anteil an weißen Trauben enthalten sein! Das ist inzwischen verboten. Was jetzt allerdings erlaubt ist: dass ein Chianti Classico auch zu 100 Prozent aus Sangiovese bestehen darf. Sie sehen: Die Gesetzesregelungen für den Wein sind in einem steten Wandel. Und eine Steigerung der Qualität ist die Antriebsfeder dahinter.

Welche Qualitätsstufen gibt es beim Chianti Classico?

Generell gibt es drei Qualitätsstufen beim Chianti Classico. Die Basis bildet der einfache Chianti Classico, den man auch Annata nennt. Steht nach Chianti Classico kein weiterer Namenszusatz auf der Flasche, dann handelt es sich immer um einen Annata. Er muss mindestens zwölf Monate reifen, bevor er auf den Markt kommen darf. Die nächsthöhere Qualitätsstufe ist die Chianti Classico Riserva. Diese muss 24 Monate reifen – drei davon übrigens verpflichtend auf der Flasche. Ob die Weine jetzt vor der Abfüllung im Edelstahltank oder im Holzfass reifen, ist übrigens dem Winzer überlassen. In der Regel ist es aber so, dass der Annata im Edelstahltank oder im großen Holzfass ausgebaut wird. Bei der Riserva ist es dann überwiegend das Holzfass.

Seit 2013 gibt es mit der Chianti Classico Gran Selezione noch eine dritte Qualitätsstufe. Sie bildet sozusagen die Krönung. Hier dürfen die Trauben ausschließlich von einem einzelnen Weinberg stammen. Alternativ kann es aber auch eine Selektion der besten Trauben eines Betriebs sein – daher auch der Name. Der Wein reift 30 Monate – drei davon in der Flasche. Der Ausbau im Holz ist hier Standard. Stammen die Trauben aus nur einer einzigen Lage, dürfen die Winzer inzwischen auch den Lagennamen mit auf das Etikett schreiben.

Wie schmeckt ein Chianti Classico?

Tja, DEN Chianti-Classico-Geschmack gibt es nicht. Denn aufgrund der Rebsorten-Zusammensetzung, der unterschiedlichen Lagen und natürlich auch der unterschiedlichen Qualitätsstufen herrscht enorm viel Abwechslung im Glas. Man kann aber schon sagen, dass ein einfacher Chianti Classico mit viel frischen Kirschen und roten Johannisbeeren fruchtig auftrumpft. Der Wein hat meist eine lebendige Weinsäure, viel Charme und ein gesundes Mittelmaß an Gerbstoffen. Die Tannine sind bei einer Riserva schon etwas präsenter. Hier finden sich oft auch würzige Kräuternoten. Und bei der Gran Selezione kommt dann noch eine schöne Tiefe hinzu. Von Qualitätsstufe zu Qualitätsstufe wird ein Chianti Classico also immer komplexer.

Warum hat ein Chianti Classico einen schwarzen Hahn auf der Flasche?

Man nennt den schwarzen Hahn, den man entweder auf dem Etikett oder an der Kapsel eines Chianti-Classico-Weins findet, auch »Gallo Nero« Er ist sozusagen die Erkennungsmarke, dass es sich garantiert um einen echten Chianti Classico handelt. Eingeführt hat ihn das Chianti-Classico-Konsortium im Jahr 1924. Aber warum denn nun ausgerechnet ein schwarzer Hahn? Nun, dafür müssen wir mal kurz ins Mittelalter reisen.

Denn seit dem 10. Jahrhundert tobte ein Streit zwischen den beiden Städten Siena und Florenz. Beide beanspruchten das Gebiet zwischen den beiden Städten für sich. Also genau die Region, die heute das Chianti Classico ist. Im Jahr 1269 kam es zu einer besonders blutigen und verlustreichen Schlacht. Danach wollte man das Problem auf anderem Wege lösen. Die Idee: Beim ersten Hahnenschrei sollte jede Stadt einen Reiter entsenden. Dort, wo sie sich treffen, sollte zukünftig die finale Grenze sein. In Siena entschied man sich für einen weißen Hahn, der den Startschrei geben sollte. Man behandelte das Tier gut, sodass es zufrieden war. Und träge.

Florenz nahm einen schwarzen Hahn. Man ließ ihn hungern und behandelte ihn sehr schlecht. Die Folge: er fing schon weit vor Sonnenaufgang an zu krähen. Und so kam es, dass der Reiter aus Florenz ordentlich Strecke machen konnte, bevor er auf den Reiter aus Siena traf. Was für eine clevere List! Ein Großteil des Gebiets gehört seitdem zu Florenz. Und auch heute noch ist Florenz sozusagen die Chianti-Classico-Hauptstadt. Deswegen ziert der Gallo Nero die Flaschen.

Wie lange kann man Chianti-Classico-Weine lagern?

Aufgrund der hohen Weinsäure und der feinen Tannin-Struktur kann ein Chianti Classico ein echter Langstreckenläufer sein. Ein Annata macht jung schon sehr viel Freude im Glas. Aber selbst diese Basisqualität kann problemlos fünf bis sieben Jahre weiter in der Flasche reifen. Bei der Riserva sind es dann schon zehn Jahre. Und bei der Chianti Classico Gran Selezione können es 15 oder mehr Jahre sein. Wobei das natürlich alles nur Mittelwerte sind. Die Zeiten unterscheiden sich von Wein zu Wein. Genau deswegen geben wir bei jedem Chianti Classico ganz individuell mit an, wie lange man ihn lagern kann.

Zu welchem Essen passt Chianti Classico?

Egal, ob Annata, Riserva oder Gran Selezione – die Weine sind ganz ideale Speisenbegleiter. Ein Chianti Classico ist zu einer würzigen Pizza ebenso ein Gedicht wie zu Pastagerichten mit Tomatensoße. Oder zu Saltimbocca alla Romana. Zu einer Bolognese indes passt eine Riserva ganz hervorragend. Selbiges gilt übrigens auch für eine Lasagne. Und bei Ossobuco und anderen Schmorgerichten schlägt dann die große Stunde der Gran Selezione.

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